Weindorf Rech – D
Rotweindorf Rech an der Ahr

Willkommen im Land des Weins


Umrahmt von steilen Weinbergshängen und tiefgrünen Wäldern, liegt das 600 Seelendorf Rech, inmitten des Saffenburger Ländchens. Geteilt von dem in Blankenheim entspringenden Fluss, der Ahr und verbunden durch die 1759 fertiggestellte Bruchsteinbrücke, erstreckt sich der Ort an beiden Seiten des Flusses. Auf der rechten Seite liegt der urige Ortskern mit zahlreichen alten Fachwerkhäusern und der Pfarrkirche St. Luzia.a

Weindorf Rech

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Seit 1789 ziert die Mitte der Brücke eine Statue des hl. Johannes von Nepomuk, welche die Bewohner sprichwörtlich vor “böser Zung’ und Wassergefahr“ bewahren soll. Im Westen sind die Ruinen der Saffenburg deutlich erkennbar. Rech besitzt drei große Weinbergslagen: „Recher Blume“, „- Herrenberg“ und „- Hardtberg“. Sie bescheren den Winzern mühevolle Stunden, da sie zum Teil im Steilhang liegen und nur schwer zu bearbeiten sind. Hier wachsen hervorragende Rot- und Weißweine. Besonders der Rotwein wird von Kennern geschätzt. Durch ihn hat die Landschaft den schmückenden Namen “Rotweinparadies“ erhalten.

Durch den 1886 erbauten Bahnhof ist Rech verkehrstechnisch sehr gut angebunden. Ein weit gefächertes und gut ausgebautes Wegenetz lädt zu kurzen oder ausgedehnten Wanderungen rund um das Ahrtal ein. Besonders erwähnenswert ist der malerische Rotweinwanderweg, der sich 35 Kilometer lang durch die Weinberge zieht.

Doch auch für Radsportbegeisterte ist Rech ein anstrebsames Urlaubsziel, denn der gut ausgeschilderte Radweg erstreckt sich vom Rhein bis hoch in die Eifel zum bekannten Nürburgring.

Sehenswertes

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Lucia Markt


Der Lucia – Markt ist wohl einer der bekanntesten Weihnachtsmärkte im Ahrtal und der näheren Umgebung. Seine Einzigartigkeit erlangt er, durch seine urige und gemütliche Atmosphäre, die kein zweiter Markt zu bieten hat. Er findet jedes Jahr am 2. Adventwochenende statt. Rustikal hergerichtet Glühweinstände, an denen der Glühwein über dem offenen Feuer zubereitet wird, versetzen den Besucher in eine Zeit, in der Elektronik noch ein Fremdwort war.

Handwerker und Künstler bieten ihre Waren zum Kauf an und man kann sich sicher sein, dass es sich dabei nicht um Massenware handelt. Im Gegenteil es ist eher so, dass jedes einzelne Stück, welches mit Liebe und Sorgfalt gefertigt wurde, ein Unikat darstellt.

Speisen und Getränke, werden ausschließlich von Recher Bürgerinnen und Bürger zum Verzehr angeboten, die mit ihren Köstlichkeiten aus Küche und Keller ihre Gastfreundlichkeit unter Beweis stellen.


Die Heilige Lucia

Geschichte

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Die heilige Lucia von Syrakus wurde in Sizilien geboren, wo ihre Mutter ihr schon früh vom Christentum erzählte. Sie war begeistert von Jesus und beschloss ein gottgefälliges Leben als Jungfrau zu führen. Die Legende weiß zu berichten, dass Lucia während der Verfolgungszeit ihren Glaubensgenoss/innen Brot in die Verstecke brachte. Um beim Tragen der Speisen beide Hände frei zu haben, setzte sie sich einen Lichterkranz auf den Kopf, um so in der Dunkelheit den Weg besser zu finden

Als sie einen von ihrem Vater auserwählten Mann heiraten sollte, weigerte sie sich und wurde somit als Christin entlarvt, was damals mit dem Tod bestraft wurde. So wurde Lucia in eine abgelegene Hütte geführt, wo man sie mit siedendem Öl übergoss. Ein Knecht stieß ihr ein Schwert in die Kehle, doch trotz dieses Martyriums überlebte die Heilige. Später empfing sie durch einen Priester die heilige Kommunion und starb erst Jahre danach, angeblich an einem 13. Dezember.

Noch heute feiert man vor allem in Schweden an diesem Tag das Luciafest der Hl. Lucia, bei dem u.a. ein Mädchen mit weißem Gewand und rotem Gürtel mit einem Kerzenkranz auf dem Kopf eine Art Prozession von ähnlich gekleideten Mädchen anführt.

Damals befand sich auf der Stelle der jetzigen Kirche eine kleine Kapelle, welche der Hl. Luzia geweiht war. Zu dieser Kapelle wurde nun viel gewallfahrt. So kam es, dass das Fest der Hl. Lucia am 13. Dezember in Rech wie Kirmes gefeiert wurde.

Die Bewohner von Rech wurden nun deshalb bei dem Grafen Philipp von Virneburg, zugleich Herr von Saffenburg, vorstellig, dass sie mit zwei Kirmessen, Martinitag und Lucientag belästigt seien, wodurch ihnen nicht unbedeutende Kosten erwüchsen. Dieser verordnete im Einverständnis mit der kirchlichen Behörde, dass fortan die Kirmes nur auf Lucia gefeiert werden sollte. Da mit der Wallfahrt ein Ablass verbunden war, nahmen diese Wallfahrten immer mehr zu; so kam es, dass in Rech ein nach damaligen Verhältnissen schon bedeutender Markt entstand, der sich bis zur Mitte des 19. Jhd. erhalten hat.

Bilderreise

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Lucia Markt

Quelle: AHRTV.de

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Weinfest in Rech

Quelle: ahrweindepot

Rezepte

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Döppekooche

Himmel un Ääd un Bloodwursch

Der Döppekooche (Topfkuchen) ist eine Spezialität aus Rheinland, war ursprünglich ein „Arme-Leute-Essen“ und wurde traditionell am St. Martinstag gebacken, da sich die einfachen Leute seinerzeit keine Martinsgans leisten konnten.

Zutaten für eine Auflaufform (4 Personen):

  • 2 kg Kartoffeln
  • 2 Eier
  • 2 Zwiebeln fein geschnitten
  • 4 Mettwürstchen
  • 100g Schinkenspeck in Würfeln
  • 2 El Mehl
  • 1 El Salz
  • mit etwas Muskat und/oder Pfeffer abschmecken

Kartoffeln schälen, waschen und wie für Reibekuchen reiben. Geriebene Kartoffeln ausdrücken und das ausgetretene Kartoffelwasser abschütten. (Der fertige Reibekuchenteig ist ebenfalls sehr gut geeignet – dann aber etwas weniger Salz verwenden) Zwiebeln schälen und fein würfeln. Mettwürste in Scheiben schneiden und Speck würfeln.

Backofen auf 220°C  vorheizen

Kartoffeln, Zwiebeln, Eier, Mehl, Salz, Pfeffer und Muskat in eine große Schüssel geben und gründlich vermengen, dann Würstchen und Speck zugeben und untermengen. Eine Auflaufform gut mit Öl einfetten, auch die Ränder. Die Masse einfüllen und für 2 Stunden in den Backofen.

Sollte die Kruste zu schnell braun werden, dann Deckel auflegen (Alufolie auflegen) und/oder die Hitze auf 190°C  reduzieren. Der Döppekoche ist fertig wenn er schön hellbraun gebacken ist, wer es gerne kross mag, kann den Kuchen auch richtig braun werden lassen. Dazu gibt es im Rheinland Apfelmus und es passt ein trockener Riesling dazu.

Der Klassiker im Rheinland schlecht hin, auch wenn man sich sprachlich hin und wieder nicht einig ist, ob es sich um eine Bloodwursch oder Flönz. In unserem Fall ist es Bloodwursch (Blutwurst). Denn es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen den beiden Bezeichnungen. Die Flönz ist weich wie Pudding und zerläuft beim Entpacken. Die Bloodwursch hingegen bleibt stabil wie eine Kerze und behält ihr Figur beim entblättern.

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg Kartoffeln
  • ca. ¼ ltr. Milch
  • Salz
  • Butter
  • Muskat
  •  4 Blutwürste
  • Apfelkompott

Die Kartoffeln waschen, schälen, in kleine Stücke schneiden und nochmals abspülen. Dann in kochendes Salzwasser geben und ca. 20 Min. garen. Wenn die Kartoffeln gar sind, über ein Sieb abgießen. Nun die Milch aufkochen lassen. In der Zwischenzeit die Kartoffeln durchpressen, dann mit der kochenden Milch (Menge, die gebraucht wird, hängt von der Kartoffelsorte ab) und dem Stück Butter sofort abschlagen. Mit Salz und, wer mag, mit Muskat würzen. Die Blutwurst in der Pfanne mit etwas Butterschmalz braten. Kartoffelpüree, Apfelmus und Blutwurst auf einem Teller anrichten und Servieren. Hierzu passt zum Beispiel ein fruchtiger halbtrockener Portugieser.

Hintergrund-Information: 

Himmel = Apfelkompott (die Äpfel wachsen auf den Bäumen nahe dem Himmel)

Ääd (Erde)= Kartoffelpüree (Kartoffeln wachsen unter der Erde)

Bloodwursch = Blutwurst

Lage

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