Ybbsitz – A
Willkommen in der Welt des Eisens

Willkommen in der Schmiedegemeinde Ybbsitz

Schmiedegemeinde Ybbsitz

Die Schmiedegemeinde Ybbsitz mit 3.593 Einwohnern liegt in der Eisenwurzen im niederösterreichischen Mostviertel, im Tal der Kleinen Ybbs, einem Nebenfluss der Ybbs.

Der Hausberg von Ybbsitz ist der direkt südöstlich gelegene Prochenberg mit einer Höhe von 1.123 m. Er bietet herrliche Mountainbike-Strecken und beherbergt eine Aussichtswarte sowie eine Alpenvereinshütte. Der Wallfahrtsort Maria Seesal, 8 km vom Zentrum entfernt, ist ein beliebtes Ziel für Pilger am Weg nach Mariazell.

Der Name Ybbsitz wurde erstmals im Jahr 1107 urkundlich erwähnt und ist slawischen Ursprungs. Auch andere Orts- bezeichnungen in der Region lassen auf eine frühe slawische Besiedlung schließen. Im 12. Jahrhundert wurde durch den Stift Seitenstetten eine Pfarre gegründet, um die sich ein Ort entwickelte, dem 1480 von Kaiser Friedrich III. das Marktrecht verliehen wurde.

Durch die Nähe zum steirischen Erzberg, dem Waldreichtum und die natürliche Wasserkraft entwickelte sich Ybbsitz zu einem lokalen Zentrum der Eisenverarbeitung, das im 16. Jahrhundert seine Hochblüte erlebte. Zahlreiche sehr gut erhaltene montanhistorische Baudenkmäler aus dieser Blütezeit bezeugen noch die einstige wirtschaftliche Bedeutung des Ortes und sind heute entsprechend in touristische Konzepte eingebunden.

Das Eisenerlebnismuseum „FeRRUM – welt des eisens“ und die Schmiedemeile mit den alten Hammerwerken, wo Schau- schmiedevorführungen und Schmiedekurse stattfinden, sind tragende Säulen des Angebotes.

Ybbsitz ist Mitglied des Ringes der Europäischen Schmiedestädte, der sich zum Ziel gesetzt hat, die regionale Vielfalt des Schmiedehandwerks und der Metallgestaltung in der globalen Einheit Europas auf allen Ebenen zu fördern. Seit 2010 wurde das Schmieden in Ybbsitz in die UNESCO-Liste Immaterielles Kulturerbe in Österreich aufgenommen.

Sehenswertes

Ybbsitz

FeRRUM – welt des eisens


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Im historischen, überwiegend aus der Zeit der Renaissance stammenden Haus Kremayr am Ybbsitzer Marktplatz, entstand das FeRRUM – welt des eisens, ein komplett neu gestaltetes Erlebnis-Museum. Das Haus, bei dem die Umbauarbeiten im August 2005 begonnen haben, ist mit seinem Endausbau im Juni 2006 zu einer vielschichtigen Erlebniswelt für den an Geschichte, Kultur und Kunst interessierten Besucher umfunktioniert worden.

Unter einem Dach befindet sich ein nach modernsten Kriterien gestaltetes „Metall- und Erlebniszentrum“, das vorrangig auf die freizeit-touristischen Bedürfnisse ausgerichtet ist, aber ebenso zur Stärkung der regionalen Identität als kulturelles und historisches Zentrum der Region seinen Platz gefunden hat.

„Wir inszenieren“ – ein Besuch im FeRRUM ist für alle ein Erlebnis. Modernste Technik, gepaart mit einer architektonischen Meisterleistung ermöglichen dem Besucher eine kurzweilige und lehrreiche Reise durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Eine virtuelle Reise durch die jahrhunderte alte Geschichte des Eisens, von den Anfängen der Eisenbearbeitung bis zur Gegenwart und Zukunft – spannend und fesselnd in einem spektakulären Ambiente. Mittels perfekter Technik wird deutlich, wie sehr Metall unser Leben maßgeblich verändert hat und uns ständig umgibt.

Welt des Eisens

Welt des Eisens


Schmieden, Metallhandwerk, regionale Kultur: Dieses Spannungsfeld lotet das FeRRUM sehr gut aus: Der zehn Meter hohe barocke Dachstuhl des Ensembles gibt einer neu orientierten Inszenierung mit modernsten Installationen und innovativen Präsentationsmedien Raum und nähert sich behutsam und in überraschenden Schritten nach heutigem Wissensstand dem Kernthema „Eisen und Metall“ innerhalb von neun Themeninseln in globalen und allgemeinen Zusammenhängen an.

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Die einzelnen Themeninseln im Detail:

„Space Odyssey“

  • „Die Geschichte der Eisenverarbeitung beginnt vor 5000 Jahre im Weltraum und kehrt heute dorthin zurück.“

„Eisen-Zeit-Reisen“

  • zeigt die globale Geschichte der „Eisenzeit“ von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart an einer interaktiven Zeitleiste.

„Schmiedekunst-Kunstschmiede“

  • drei Kapitel werden in einer begehbaren Raumsequenz zusammengefasst, das Ornament als ge­meinsamer Nenner des Kunst-, Waffen- und Werkzeugschmiedens wird zum visuellen Leitmotiv für dieses Thema.

„Laboratorium“

  • die visuelle Kernaussage dieser Themeninsel erinnert an ein stark vergrößertes Molekülmodell und vermittelt den naturwissenschaft­lichen Charakters dieses Themas in erster Linie über Modelle, Objekte und interaktive Experimentierstationen.

„Panoptikum“

  • Gezeigt werden duale Gegensatzpaare, die Extrempositionen, Sehenswürdigkeiten und Kuriositäten in der Verwendung des Materials Eisen & Stahl bildhaft vorführen.

„Virtueller Hammer 1:1“

  • Video-Großbild-Projektion „Eine Hacke entsteht“. Drehort: Fahrngruber Hammer, Ybbsitz, Schmiedemeile.

„Meister des Feuers“

  • widmet sich der Mythologie des Schmiedens in den „verborgenen“ Zwischenböden des Dachstuhls.

„Eisenhältig“

  • zeigt die Allgegenwart des Materials in unserer Alltagswelt, im Innenraum über Objekte und im Freiraum durch „Fenster nach Außen“ über Fotografien.

„Schmiedewelten“

  • hier erwarten sie Alltagsgeschichten aus dem Leben von vier Schmieden aus verschiedenen Ländern bzw. Kontinenten.

Weltkulturerbe

Weltkulturerbe


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Das Element „Schmieden in Ybbsitz“ wurde mit der Entscheidung des Fachbeirates der Österreichischen UNESCO-KOMMISSION vom 29. September 2010 in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Schmieden ist in Ybbsitz historisch gewachsen, wird von breiten Teilen der Bürger in Tradition und Handwerk gelebt und stellt ein vielversprechendes Entwicklungspotential für Ort und Bevölkerung dar, das von Jung und Alt getragen wird. Es ist ein auf der Basis der Tradition intensiv gelebtes kulturelles Erbe, das gleichzeitig Alleinstellungsmerkmal des Ortes und seiner Bewohner ist. Schmieden ist in Ybbsitz bis heute von wirtschaftlicher Tragkraft, ist gesellschaftlich-integratives Element und zugleich eine historische wie zukunftsorientierte und in der Summe seiner Aspekte kulturelle Identifikationsmatrix als Arbeitstechnik.

Ybbsitz verdankt in seiner Geschichte, seinem Wohlstand und in seiner gegenwärtigen Situation viel dem Handwerk des Schmiedens. Nicht nur, dass das Ortsbild von historischen und modernen Schmiedearbeiten geprägt wird, das Schmieden ist in der Bevölkerung eine mit Ehrfurcht und Hochachtung anerkannte Handwerkstechnik, die vor dem Hintergrund der Stürme der Marktgeschichte immer überlebt hat.

Bilderreise

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FeRRUM – welt des eisens

Quelle: AirPlay Vienna

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Schmieden in Ybbsitz

Quelle: Zdenek Trilety

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Wein trifft Eisen

Quelle: AirPlay Vienna

Rezepte

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Mostbraten

Im Mostviertel – Niederösterreichs Viertel der Verführungen – das geprägt ist durch seine Streuobstwiesen und Mostobstbäume, kann man sich zum Genuß verführen lassen. Auch wenn es noch nicht so bekannt ist, dass man mit Most auch vortrefflich kochen kann, zeigt auch die Rezeptur zum Mostbraten. (Foto: Wein Franz)

Zutaten:

  • 1kg Schulterscherzl (Teilstück der Rinderschulter) vom BiO-Jungrind im Ganzen
  • 1 EL Senf
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 750 ml Mostviertler Birnenobst
  • Rapsöl
  • 300 g nicht zu fein geschnittenes Wurzelgemüse

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Zubereitung:

Den Braten mit Salz und Pfeffer würzen, mit Senf bestreichen und rundum kräftig anbraten. Danach den Braten herausnehmen. Das Gemüse und die Zwiebeln im Bratensaft anbraten und mit Most ablöschen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und etwas dünsten lassen. Den Braten in einer Pfanne mit dem Most übergießen und bei 145 – 160 C ca. 1 ½ Std. oder etwas länger im Backrohr braten. Dazwischen öfter mit dem Most übergießen. Danach den Braten herausnehmen und mit Alufolie abdecken, etwas rasten lassen. Braten in Scheiben schneiden und mit dem Mostgemüse servieren.

Dazu passen gut Serviettenknödelscheiben, die man im Herbst und Winter auch mit gedörrten Zwetschken oder Birnen (Kletzen) verfeinern kann.

Fleischknödel

Auch im Mostviertel haben Knödel eine lange Tradition, auch wenn die Herkunft sich nicht genau bestimmen lässt. Es gibt die verschiedensten Variationen von Knödeln, aber an dieser Stelle sei auf den Fleischknödel verwiesen, der in der gehobenen wie auch in der einfachen Küche zu finden ist. Im Übrigen sind die richtigen Knödelfans der Meinung, dass ein Tag ohne Knödel ein Fastentag ist. Na dann – Guten Appetit! (Foto: Wein Franz)

Zutaten für ca. 20 Stück:

Zutaten – Fülle

  • 600 g gekochte/gebratene Fleischreste
    • z.B. Geselchtes oder Wurstreste
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Frische Petersilie

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Zutaten – Erdäpfelteig

  • 1 kg Erdäpfel (Kartoffeln)
  • 160 g griffiges Mehl (Instantmehl)
  • 160 g glattes Mehl
  • 2 Eier

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Zubereitung Fülle:

Fleisch- und Wurstreste mit der gröbsten Einstellung faschieren, mit Zwiebel, Knoblauch und frischer Petersilie abschmecken, kleine Kugeln formen (ca. 70-90 g). Die Kugeln kann man auch vorproduzieren und tiefkühlen. Der Teig für die Hülle sollte jedoch immer frisch sein!

Zubereitung Teig:

Mehlige kalte Erdäpfel durch Sieb hindurchpressen, schnell mit Eiern, Mehl und Salz zu einem glatten, geschmeidigen Teig verarbeiten und etwas rasten lassen. Die Fleischkugeln mit ca. 70-100 g Erdäpfelteig einschlagen und Knödel formen. Danach sofort in leicht gesalzenes, wallendes Wasser geben und so lange kochen, bis die Knödel schwimmen. Dazu warmen Krautsalat und Salzerdäpfel servieren.


Traditionelle Küche Mostviertel, www.hubertkrenn.at

Lage

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