Kräuterdorf Čejkovice – CZ
Die Kräuter der Templer

Vítejte na/Willkommen in Čejkovice!

Vítejte na/Willkommen in Čejkovice!

Čejkovice liegt in Südmähren und hier können Sie sprichwörtlich mit allen Sinnen genießen. Duftende Kräuterwiesen, Wälder und Auen und nicht zu vergessen die Aromen und den Geschmack der Speisen und des Weines, der hier seit fast 2000 Jahren angebaut wird.

Aber Čejkovice ist nicht nur durch seine Weine bekannt, den bereits die Tempelritter anbauten, sondern auch durch seine vielen Kräuter. Hier wird das Wissen um die Kraft und den Nutzen von Kräutern gehegt, gepflegt und gelebt, wie z. B. bei dem traditionellen Kräuterfest, das alljährlich jeden ersten Sonntag im September in Čejkovice stattfindet.

Das Kräuterdorf Čejkovice

Das Kräuterdorf Čejkovice ist seit 1992 eng mit dem Kräuterdorf Sprögnitz verbunden und das nicht nur durch eine gemeinsame Kulturlandschaft. Auch in der Produktion von Gewürzen und Tees wird ein gemeinsamer Weg beschritten. Eine schöne Erfolgsgeschichte, die im Austausch von Bio-Know-How und auf einer fairen Partnerschaft begründet ist.

Im Kräuterdorf Čejkovice erwartet Sie eine duftende Erlebnistour und Sie erleben, wie biologische Tees und Gewürze verarbeitet werden. Stöbern Sie durch den Hildegard Naturkräutergarten, der im Stil der mittelalterlichen Klostergärten gestaltet wurde. Sie können in der Vegetationsperiode (Mai bis Oktober) Ihr Wissen über die Kräuter, die über Generationen bekannt sind, überprüfen. Der zertifizierte Naturgarten wurde mit Respekt zur Natur gegründet und bietet einen Freiraum für Lebewesen und Pflanzen, welche heutzutage in der Natur verdrängt werden.

Čejkovice ist ein attraktives Ausflugsziel nicht nur für Familien und Schulen wie auch Betriebe. Führungen sind ab 30 Personen auch in deutscher Sprache möglich.

Sehenswertes

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Der Templerkeller in Čejkovice

Im September ist in Mähren die Zeit der Weinlese. Dass dieses heute klassische Produkt aber dorthin kam, ist unter anderem den Tempelritter zu verdanken. Im 13. Jahrhundert trugen die Templer in der Region um den südmährischen Ort Čejkovice bedeutend zum Aufschwung bei. Und sie begannen dort als erste Wein anzubauen. Erst fast 100 Jahre später ließ Karl IV. Weinberge auch in Böhmen anlegen.

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Čejkovice hat heute etwa 2500 Einwohner. 640 von ihnen sind offiziell als Weinbauern registriert; jeder vierter Bewohner des Ortes hat also Weinreben. Wenn man diesen Gedanken weiterführt, kommt man dahin, dass praktisch jede Familie etwas mit dem Weinbau zu tun hat. Das liegt zweifelsohne an der Tradition, die in dieser Region bereits länger besteht als anderswo im Land. Der französische Orden der Tempelherren begann in Čejkovice Wein systematisch anzubauen. Ursprünglich saßen die Ritter auf einer Festung, die später zu einem Schloss umgebaut wurde.

Unweit des Schlosses findet man die ersten Spurn, die hier die geheimnisvollen Ritter hinterlassen haben: An einem niedrigen Haus steht die Inschrift „Sklep templářských rytířů“ – zu Deutsch etwa: Keller der Tempelritter. Die ersten Erwähnungen über die Tätigkeit der Tempelherren in Čejkovice stammen aus dem Jahr 1248.

Die Mitglieder des Tempelherrenordens hatten eine Festung in Čejkovice erbaut und mit dem Bau wurden auch große Kellerräume errichtet. Für die damalige Zeit waren sie ungewöhnlich groß. Sie sind über die Jahrhunderte erhalten geblieben und wurden später von den Jesuiten, die seit 1623 in Čejkovice tätig waren, weiter ausgebaut.

Wie groß die Keller ursprünglich waren, kann heute nicht mehr gesagt werden, denn es sind keine Dokumente erhalten geblieben. Die Kellergänge sind heute etwa 600 Meter lang und die Kapazität der dort gelagerten Fässer beträgt rund eine halbe Million Liter. Unter der gotischen Festung verbirgt sich ein Kellerlabyrinth. Es wird angenommen, dass die unterirdischen Gänge einst bis in die slowakische Stadt Skalica führten, die über 20 Kilometer entfernt liegt.

Die Keller, in denen die Templerweine reifen, sind heute ein beliebtes Touristenziel und während des ganzen Jahres zugänglich. Die Besucher können mit einem Begleiter die unterirdischen Räumlichkeiten und Gänge besichtigen und nach Wunsch auch Wein in den historischen Kellern kosten.

Bildquelle: Hotel Zamek

 

Bilderreise

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7.9.2014

Kräuterfest in Čejkovice

Quelle: Zdeněk Kukula

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Weinverkostung in Čejkovice

Quelle: Penzion v parku

Rezepte

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Ein gutes Essen ist Balsam für die Seele. Dieses Sprichwort nimmt  man sich in Mähren zu Herzen. Egal ob Gulasch oder Schweinebraten: Deftig muss es sein! Eine typische Mahlzeit beginnt mit einer kräftigen Suppe. Die Hauptspeise wird klassisch mit Sauerkraut und Mährens Leibgericht, den Semmelknödeln, serviert. Den perfekten Abschluss bilden Pfannkuchen als Dessert.

Neben der traditionellen Bierbraukunst gehören nicht nur die eigenen Weine zu den Lieblingsgetränken, sondern auch der selbst gebrannte Schnaps. Nicht umsonst sagen die Einheimischen: „In Böhmen isst man die Pflaumen, in Mähren veredeln wir sie zu Schnaps.“

Bramborové placky – Kartoffelpfannkuchen

Sie benötigen für 25 Stück:

  • 1,3 kg mehligkochende Kartoffeln,
  • 300 g Mehl,
  • Schweineschmalz zum Braten,
  • Pflaumenmus,
  • eine Mischung aus 200 g Mohn und 3 EL Puderzucker für die Füllung.

Kartoffeln kochen, schälen, mit der Hand raspeln und mit dem Mehl zu einem glatten Teig verkneten. Pfannkuchen dünn ausrollen und in einer gusseisernen, mit Schmalz ausgestrichenen Pfanne auf beiden Seiten backen. Pfannkuchen mit Pflaumenmus bestreichen, mit der Mohn-Zucker-Mischung bestreuen, zusammenrollen und mit 1 EL Wasser in einer Auflaufform 5 Min. im warmen Ofen ziehen lassen. Dobrou chut‘! Guten Appetit!

Quelle: ARTE-TV

Lage

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