Großschönau – D
Textildorf Großschönau

Willkommen in Grosschönau, das Dorf des Textils

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Mitten in Karaseks Revier gelegen, empfängt Sie die Gemeinde Großschönau mit ihrem Erholungsort Waltersdorf als Tor zum Naturpark Zittauer Gebirge. Die Geschichte des Ortes ist stark von der Textilindustrie geprägt, die vor über 300 Jahren Einzug gehalten hat und noch heute an vielen Stellen im Ort hautnah erlebbar ist. So gibt es zum Beispiel von seiner Geschichte und seinem Inhalt ein sehr interessantes Gebäude in Großschönau, das Deutsche Damast- und Frottiermuseum. Unter den Umgebindehäusern, die die Ufer der Mandau säumen, fällt das große steinerne Haus mit städtisch anmutenden Charakter auf. Es war einst das Wohn- und Geschäftshaus eines Damastfabrikanten, in dem sich heute das einzigartige Museum befindet. Es zeigt textil- technische Raritäten, die es nur in Großschönau gibt: einen funktionstüchtigen Damasthandwebstuhl mit Zugvorrichtung und den letzten Frottierhandwebstuhl Deutschlands.

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Von 1666 bis 1933 stellten die Großschönauer echten Damast, ein edles Bildgewebe, her. In keinem anderen Ort Deutschlands wurde so viel und so lange kostbare Damast-Tischwäsche gewebt. In der Schatzkammer des Museums wird eine einmalige Sammlung sehr wertvoller Damaste aus drei Jahrhunderten mit unterschiedlichen Motiven gezeigt. Auch die Frottierweberei hat in Großschönau eine lange Tradition. 1856 wurde hier der erste Frottierhandwebstuhl Deutschlands in Betrieb genommen. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Standort der deutschen Frottierindustrie. In der 1996 errichteten Schauwerkstatt werden 27 Maschinen zur Herstellung textiler Erzeugnisse, vom Garn bis zur fertigen Konfektion, gezeigt und vorgeführt. Hier sieht der Besucher unter anderem mechanische Webstühle, Webautomaten oder auch Schnurkordelmaschinen. Die Musterkollektion historischer Frottierwaren wird den Besucher in Staunen versetzen. Einen Einblick in die Herstellungstechnik der Neuzeit bieten zwei ortsansässige Textilbetriebe; die Damino GmbH und die Frottana Textil GmbH & Co.KG.
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Doch Großschönau ist auch Ausgangspunkt für spannende Unternehmungen im Naturpark Zittauer Gebirge. Dieser bietet Vielfalt auf kleinem Raum. Von Großschönau aus sind viele touristischen Ziele wie die dampfende Schmalspurbahn, die Lausche, die romantische Klosterruine Oybin, der aufregende Abenteuer-Kletterwald und der Trixi-Park bequem erreichbar. Besonders Familien bieten sich attraktive Freizeitangebote.

Vieles lässt sich auf Schusters Rappen erkunden. Einer der zahlreichen, auch grenzüberschreitenden Wanderwege führt am Rande des Ortes zur so genannten „Karasekhöhle“, die dem gleichnamigen Räuberhauptmann vermutlich als Unterschlupf und Beutelager gedient hat. Ob auf eigene Faust, als geführte Wanderung oder auf Themenwegen, für jeden Anspruch gibt es die richtige Tour. Und nicht nur von der Lausche im Erholungsort Waltersdorf, mit 793m NN der höchste Gipfel der Oberlausitz, bieten sich den Gipfelstürmern herrliche Ausblicke ins angrenzende Lausitzer Gebirge (Luzisky Hory), Isergebirge und bis ins Riesengebirge.

Sehenswertes

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Deutsches Damast- & Frottiermuseum

Die Aufgabe des Deutschen Damast- & Frottiermuseums ist die Bewahrung der besonderen Textiltraditionen Großschönaus. Hier wurde 1666 erstmals in Deutschland Damast gewebt und die deutsche Frottierindustrie nahm 1857 ihren Anfang.

An fast 30 funktionstüchtigen Textilmaschinen kann die technikgeschichtliche Entwicklung nachvollzogen werden. Unter den 12 Webstühlen befinden sich auch der wohl einzige funktionstüchtige Damasthandzugwebstuhl sowie der letzte Frottierhandwebstuhl Deutschlands. In der 1996 mit Hilfe des Fördervereins neu errichteten Schauwerkstatt lässt sich die Herstellung textiler Erzeugnisse vom Garn bis zur Konfektion nachvollziehen. Der Besucher erlebt im Museum die Herstellung unterschiedlicher Gewebe, die er anschließend als Souvenir erwerben kann.

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Eine weitere Attraktion ist die einmalige Sammlung wertvoller Damaste aus drei Jahr- hunderten. Weiterhin zeigen wir Ihnen bürgerliche Wohnkultur, sakrale und bildende Kunst (u.a. Johann Elias Zeißig genannt Schenau, Max Langer) sowie eine naturkundliche Sammlung.

Das Museum ist eine kommunale Einrichtung der Gemeinde Großschönau und befindet sich am Ufer des Flusses Mandau in einem, aus dem Umgebindehausensemble hervortretenden, ehemaligen Damastfabrikantenhaus. Es wird wegen seiner Dachdeckung im Volksmund auch als „Kupferhaus“ bezeichnet und gehört zu den bemerkenswertesten Gebäuden Großschönaus.

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Bilderreise

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Spaziergang durch das Textildorf

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350 Jahre Textilgeschichte

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Großschönau webt Geschichte

Lage

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